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Die Saharaseiten von Ulrike Roppelt

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Als wir stundenlang schweigend dahingezogen waren, brach die Nacht herein, und die Sterne begannen zu leuchten. Und nach einem Schweigen sagte der kleine Prinz: ‘Die Sterne sind schön, weil sie an eine Blume erinnern, die man nicht sieht ...’

Ich antwortete: ‘Gewiß’, und betrachtete schweigend die Falten des Sandes unter dem Monde.

‘Die Wüste ist schön’, fügte er hinzu ...

Und das war wahr. Ich habe die Wüste immer geliebt. Man setzt sich auf eine Sanddüne. Man sieht nichts. Man hört nichts. Und währenddessen strahlt etwas in der Stille.

‘Es macht die Wüste schön’, sagte der kleine Prinz, ‘daß sie irgendwo einen Brunnen birgt.’

Ich war überrascht, dieses geheimnisvolle Leuchten des Sandes plötzlich zu verstehen.

‘Ja’, sagte ich zum kleinen Prinzen, ‘ob es sich um das Haus, um die Sterne oder um die Wüste handelt, was ihre Schönheit ausmacht, ist unsichtbar!’

(Antoine de Saint-Exupéry)

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