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Alternativ Reisen?
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Es ist nicht alternativ ...

... so billig wie möglich in möglichst kurzer Zeit möglichst alles sehen zu wollen.

... zu glauben, man sei kein richtiger Tourist und dürfe sich deshalb alles erlauben.

... zu glauben, die Einheimnischen fänden einen besonders toll. Auch bei krassem Fehlverhalten klagen sie aus Höflichkeit in der Regel nicht!

... auf kostenlose, selbstverständliche Gastfreundschaft zu spekulieren, um dann beim Ausbleiben derselben auf ‘diese Kanaken’ zu schimpfen.

... zu glauben, seine Freiheit voll ausleben zu können, z.B. kostenlos am Strand zu leben, selbst wenn es verboten ist. Den Einheimischen wäre viel mehr damit gedient, wenigstens ein billiges Zimmer zu mieten und in einfachen Restaurants zu essen.

... zu glauben, man sei emanzipiert genug, um nackt am Strand zu liegen oder halbnackt im Cafe herum zu sitzen, vielleicht in der Annahme, die Frauenbewegung vor Ort damit zu fördern.

... anzunehmen, man sei besonders gewieft, weil man ein Eintrittsgeld umgehen konnte, auf dem Schwarzmarkt tauscht oder kaum noch funktionierende Geräte, abgewetzte Kleidung o.Ä. zu Höchstpreisen verkaufen konnte.

 

(Ludmilla Tüting, Reisejournalistin)