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Fragenforum
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‘Wer reisen will, muss zunächst Liebe zu Land und Leuten mitbringen, mindestens keine Voreingenommenheiten. Er muss den guten Willen haben, das Gute zu finden, anstatt es durch kritische Vergleiche tot zu machen.’ (Theodor Fontane)

Auf dieser Seite könnt ihr Antworten auf häufig gestellte Fragen zu meinen Wüstenreisen erfahren. Vielleicht ist auch der eine oder andere nützliche Tipp dabei. Einzelne Informationen habe ich auch aus dem Buch ‘Tunesien’ (Reise-Know-How) von Ursula & Wolfgang Eckert entnommen.

Solltet ihr zu einer Frage keine Antwort finden, dann schreibt mir direkt euer Anliegen per Email unter:

ulli@sandmeere.de

Frage: Muss ich beim Packen für die Wüste an eine spezielle Ausrüstung denken?

  • Ausgehend von meinen persönlichen Erfahrungen habe ich eine Check-Liste für Wüstenreisen zusammengestellt, die ich euch gerne als Unterstützung beim Packen zukommen lassen kann. Vorrangig wichtig sind sicherlich ein guter Schlafsack und bequeme Wanderschuhe.

Frage: Welche Einreisebestimmungen gibt es?

  • Jeder der Reisegruppe benötigt zur Einreise einen gültigen Reisepass (bei Pauschalreisen genügt auch der Personalausweis). Bei der Einreise wird im Flugzeug eine Einreisekarte verteilt, die bei der Passkontrolle vorgelegt werden muss. Dort wird der untere Teil abgestempelt und muss bis zur Ausreise zusammen mit dem Pass verwahrt werden. Ihr müsst bitte auf jeden Fall dasjenige Dokument mitnehmen, dessen Nummer ihr mir für die Wüstenpermit gegeben habt! Die Dokumente müssen natürlich für die Dauer der Reise gültig sein.

Frage: Wie viele Personen können bei einer Kamel-Karawane dabei sein?

  • Um eine persönliche Atmosphäre schaffen zu können, sollte die Gruppe nicht zu groß sein. Bewährt haben sich Gruppengrößen zwischen sieben und maximal zehn Personen.

Frage: Gibt es bestimmte Kriterien, die ich bei solch einer Reise erfüllen sollte?

  • Die Wüstenreisen sind so konzipiert, dass jeder im Alter von 12 Jahren aufwärts diese Touren mitmachen kann. Eine gesunde Selbsteinschätzung ist sicherlich gut bei so einem Vorhaben. Wichtig ist die Bereitschaft auf Komfortverzicht in der Wüste, eine gute Portion Humor und Teamgeist, Abenteuerlust und eine in gewisses Maß an Flexibilität. Verständnis und Toleranz gegenüber der Kultur und Tradition des Gastgeberlandes tragen wesentlich zum Gelingen der Reise bei.

Frage: Wie fit muss ich körperlich und konstitutionell sein?

  • Die Teilnehmer sollten bei Antritt der Reise gesund und in einer guten körperlichen Verfassung sein. Die max. 5-stündigen Wanderungen in den Dünen des östlichen Erg Oriental (2-3 Stunden am Morgen, Mittagessen, dann wieder etwa 2 Stunden, je nach Etappe und Witterungsverhältnissen) sind einfach und können von jedem/r Teilnehmer/in mit gesundem Kreislauf und guter Grundkondition unternommen werden.

Frage: Sind spezielle Impfungen notwendig?

  • Eine Tunesienreise birgt im Normalfall keine größeren gesundheitlichen Risiken als ein Reise durch ein beliebiges südeuropäisches Land. Es gibt keine Pflichtimpfungen. Dennoch sollten ggf. Auffrischungsimpfungen gegen Tetanus und Polio durchgeführt werden. Eine Schutzimpfung gegen Hepatitis A ist eventuell zu überlegen. An die persönliche Reiseapotheke mit bewährten Medikamenten und Hausmittelchen sollte gedacht werden. Ein Auslandskrankenschein bzw. -versicherung ist sicherlich bei der Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen im Lande von Vorteil. Lasst euch in allen weiteren Fragen rechtzeitig von eurem Arzt oder der Krankenkasse beraten.

Frage: Mit welcher Fluglinie fliegen wir?

  • Der passende Flug steht am Anfang jeder Reiseorganisation. Mit den individuell zugeschnittenen Buchungen von AIR BERLIN oder TUNISAIR war ich bisher sehr zufrieden. Parken und Fliegen bietet kostengünstige Parkplätze am Flughafen München und ein Shuttlebus fährt direkt vom Platz zum Terminal. Somit ist ein entspannter Start in den Urlaub garantiert.

    www.parken-und-fliegen.de

Frage: Gibt es eine Möglichkeit, sich vorher kennen zu lernen bzw. Näheres über die geplante Reise zu erfahren?

  • Ein Vortreffen der Reisegruppe hat sich bewährt. Neben einem ersten Kennenlernen können noch offene Fragen (Flug, Ausrüstung, Versorgung, Route, Zeitplan, Mitreisende u.v.m.) geklärt oder Erfahrungen ausgetauscht werden. In diesem Rahmen kann auch die Checkliste besprochen werden. Durch Bilder und Erzählungen findet eine erste Einstimmung statt. Natürlich bin ich darüber hinaus auch jederzeit über meine Mailadresse erreichbar.

Frage: Was kommt beim Kamelreiten auf mich zu?

  • Dromedare sind stolze Tiere, die sich als Last- und Reittiere perfekt für die Wüste eignen. Sie können bis zu 150 Kilo tragen, benötigen unterwegs wenig Wasser, fressen sich durch die Wüste und sind sichere Wüstenbegleiter, die von den Beduinen geführt werden. Bevor sich die "Wüstenschiffe" erheben, beschweren sie sich meist lautstark und mit gurgelndem Protest, werden aber bald wieder friedlich: reine Schau. Bevor man sich diesen mächtigen Tieren individueller widmet, sollte man sich jedoch vorher unbedingt bei einem der Kameltreiber ein paar nützliche Tipps zum Umgang mit den Tieren holen. Beim ruckartigen Aufstehen und Niederknien des Kamels muss man besondere Vorsicht walten lassen und sich gut am Sattel festhalten. Sie sind exzellente Schauspieler und gute Menschenkenner. Sie traben im wiegenden Schritt auf großen Füßen mit uns durch die Wüste. Gut gepolstert trohnen wir auf mehreren ‘Satteldecken’ auf dem Dromedar. Während des Wanderns sollte man darauf achten, nicht direkt hinter den Dromedaren zu laufen.

Frage: Brauche ich bezüglich des Kamelreitens irgendwelche Vorerfahrungen?

  • Für das Reiten auf dem Kamel braucht ihr keine Vorkenntnisse. Wir erhalten vor Ort eine knappe Einführung. Ein Kamelführer kümmert sich um 2-3 Kamele, die beim Trekking auch hintereinander ‘angehängt’ werden können. Für manche kann längeres Reiten auf dem Kamel bzw. das Sitzen auf dem Kamelsattel ungewohnt sein. Daher empfiehlt es sich, je nach eigenem Empfinden, das Reiten und Wandern abzuwechseln, dafür werden immer wieder kurze Pausen eingelegt. Wichtig ist beim Wandern auf jeden Fall, dass wir uns nie so weit voneinander entfernen, dass kein Sichtkontakt mehr besteht.

Frage: Was geschieht mit dem Abfall in der Wüste?

  • Abfall verrottet in der Wüste nicht. Deshalb vergraben wir auch die Abfälle nicht, sondern entsorgen sie auf ordentlichen Deponien oder nehmen sie sogar mit nach Hause. Toilettenpapier  und andere unbedenkliche Abfälle werden, wenn möglich, morgens bei Aufbruch an Ort und Stelle verbrannt. Gut ist es natürlich, wenn wir bereits zu Hause beim Packen den Blick auch hinsichtlich der Abfallvermeidung schärfen und unnötiges Verpackungsmaterial gar nicht erst auf die Reise mitnehmen.

Frage: Wie und wo schläft man in der Wüste?

  • Vergleichbar mit dem Campen schläft man auf einer Schaumstoffmatratze im traditionellen Beduinenzelt oder direkt im Wüstensand unter dem herrlichen Sternenhimmel. Das Beduinenzelt ist lediglich als Windschutz zur Wetterseite geschlossen. Wer auf seinen gewohnten Zeltkomfort nicht verzichten möchte, kann sich gerne ein eigenes kleines Zelt aufbauen. Bis zu zwei Kameldecken pro Person können zur Bepolsterung der Schlafunterlage oder als Wärmedämmung für die kühle Nacht benutzt werden. Einen guten Schlafsack (Komfortbereich bis 0 Grad) müssen wir selbst mitbringen - die Schlafmatratzen werden dagegen von den Beduinen mitgebracht.

Frage: Was muss ich bei einem Wüstenaufenthalt besonders beachten?

  • Es gibt bestimmte Verhaltensregeln in der Wüste, die wir beachten müssen. Dazu gehört z.B. die ‘Abmeldung’ bei einem Reisegefährten, wenn man sich weiter vom Lager entfernen möchte. Die Gefahr, die Orientierung in der Wüste zu verlieren, ist bei unbedachtem Herumwandern durch die Dünen schnell gegeben und wird in der Regel leicht unterschätzt. Weitere Hinweise und Verhaltensregeln, die v.a. die Orientierung im Gelände betreffen, gibt es vor Ort.

Frage: Welche Gefahren können uns begegnen?

  • Orientierung: Die Geländefahrer für die Transfers im Lande und durch die Wüste sind erfahrene Chauffeure, die ihre Aufgabe mit aller Umsicht und viel Verantwortungsbewusstsein angehen. Die Beduinen wiederum kennen die Wüste wie ihre Westentasche, so dass auch die Orientierung beim Wüstenwandern kein Problem darstellt.
  • Entführungen: Das Auswärtige Amt weist insbesondere auf die Gefahren bei Reisen in die Sahara im südlichen Grenzgebiet zwischen Tunesien und Algerien hin (siehe entsprechende Seite im Internet). Unser Reiseziel im Grand Erg liegt nicht in diesem militärischen Sperrgebiet. Natürlich muss man sich bewusst sein, dass jede Reise ein gewisses Risiko in sich birgt. Dieses unterscheidet sich im Moment jedoch nicht von jeder anderen Reise nach Tunesien. Vor Taschendieben und Kleinkriminalität in den Städten und auf den Märkten sollte man sich wie in jedem anderen Urlaubsland auch besonders in Acht nehmen. www.auswaertiges-amt.de

Frage: Gibt es gefährliche Tiere in der Wüste?

  • Die Wüste hat eine reiche Tier- und Pflanzenwelt. Die erste Frage von Mitreisenden zielt meist auf Schlangen und Skorpione. Vorweg zur Beruhigung für Ängstliche: Es braucht ziemlich viel Glück (bzw. Zufall), um überhaupt eines dieser Tiere zu Gesicht zu bekommen. Mir war es bisher jedenfalls nicht vergönnt. Und wenn man doch eine(n) trifft? Gebissen oder gestochen wird man höchstens, wenn sich die Tiere bedroht fühlen, man ihnen zu nahe kommt oder sie gar reizt. Schlangen und Skorpione sind vorwiegend nachtaktive Tiere. Trotzdem empfiehlt es sich, nie mit offenen Sandalen oder gar barfuß durchs Gelände zu gehen und auch beim Lagern um die Feuerstelle eine gewisse Vorsicht walten zu lassen. Beim Camping empfiehlt es sich, im Freien belassene Schuhe oder andere Gegenstände vor Gebrauch gut auszuschütteln und den Schlafsack erst kurz vor Gebrauch auszulegen. Eine Taschenlampe ist zur besseren Sicht in der Nacht recht nützlich.

Frage: Wie sind die Geländefahrzeuge ausgestattet?

  • Es sind wüstentaugliche 4x4 Fahrzeuge, in der Regel von der Marke "Nissan" oder "Toyota". Die großen Wagen sind mit 8 oder 9 Sitzen ausgestattet. Bei unseren Touren sitzen alle in Fahrtrichtung mit nicht mehr als 5-6 Fahrgästen (1 Beifahrer, 3 Mittelbank, 2 Hinterbank). Das große Gepäck (Rucksäcke, Reisetaschen) wird auf dem Dachträger transportiert. Tagesrucksäcke sind im Kofferraum zugänglich. Die Etappen sind streckenweise beschwerlich: holprige Straßen, Sandpisten und teilweise off-road durch die Wüste.

Frage: Wie wird im Allgemeinen das Wüstenklima vertragen?

  • Aufgrund der unterschiedlichen Zonen des Landes (Küste, Binnenland, Wüste) weist Tunesien sehr unterschiedliches Klima auf. Gerade die Zeit zwischen Winter und Frühling (November - April) eignet sich gut zu einer Reise in die tunesische Sahara.
  • Mit Ausnahme des Küstenstreifens ist das südliche Tunesien von einem trockenen Klima gekennzeichnet, das sich mit zunehmender Entfernung vom Meer zum reinen Wüstenklima steigert. Im östlichen Erg Oriental ist tagsüber mit trockener Hitze (um die 20 Grad & sehr geringe Luftfeuchtigkeit) und den für das Wüstenklima typischen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht zu rechnen (Temperaturschwankung um die 20 Grad möglich). Im Dezember und Januar sind nachts Temperaturen um oder knapp unter dem Gefrierpunkt keine Seltenheit. Tagsüber herrscht bei klarem Wetter in der Regel ideales Wanderwetter. Das heißt, die Temperaturen sind sommerlich warm bis heiß, nachts kühlt es wieder auf um die 5 Grad ab, d.h. ein guter Schlafsack sowie eine Polarfleece-decke am Lagerfeuer erhöhen den Komfort. Wichtig für die Verträglichkeit des Wüstenklimas ist ein guter Sonnenschutz und viel Flüssigkeitszufuhr.
  • Wetterverhältnisse sind nie planbar. So können natürlich auch in der Wüste Niederschläge oder Sandstürme auftreten. Beim Reisegepäck sind demnach vor allem die starke Sonneneinstrahlung und das spezielle Klima der Sahara zu beachten. Bewährt haben sich für tagsüber helle, leichte Baumwollkleidung, für die kalten Wüstennächte warme Kleidung (z.B. Fleece-Pulli und Fleece-Hose; evtl. Fleece-Decke). Empfehlenswert ist zudem ein großes langes Baumwolltuch (Cheche), das um den Kopf geschlungen vor Sand, Sonne und Wind schützt. Wir können zu Beginn unserer Wüstenwanderung diese landesübliche Kopfbedeckung gemeinsam in Douz erstehen.

Frage: Was passiert, wenn ich die Reise nicht antreten kann?

  • Es liegt im Ermessen jedes Einzelnen, in Zusammenhang mit der Buchung des Fluges eine Reiserücktrittsversicherung abzuschließen. Sollte dann etwas Unvorhergesehenes dazwischen kommen, fallen nur die üblichen Gebühren an. Bezüglich der Buchungen vor Ort findet sich sicherlich - je nach Zeitplan - eine individuelle Lösung im Gespräch.

Frage: Welchen Standard haben die tunesischen Hotels?

  • Wie überall auf der Welt gibt es auch in Tunesien verschiedene Qualitätsstandards in den Hotels. Hier kennt man die Einteilung in fünf Kategorien. Landesweit sorgen Hotelfachschulen für die Ausbildung des Personals. Dennoch sollte keine ‘deutsche Gründlichkeit und Perfektion’ erwartet werden. Wir werden in der Regel 5-6 Nächte in meist einfachen Hotels (3 Sterne) übernachten. Gebucht sind vor allem landestypische Hotels mit unterschiedlichen Qualitätsstandards. 5-6 Nächte werden wir in der Wüste unter freiem Himmel bzw. im mitgeführten gemeinschaftlichen Nomadenzelt schlafen. Das gehört bei Wüstenreisen zu den beeindruckenden Erlebnissen.

Frage: Wie viel Geld muss ich zusätzlich für Trinkgelder einrechnen?

  • Trinkgelder in Tunesien haben einen anderen Stellenwert als wir es bei uns kennen. Besonders im touristischen Dienstleistungsbereich sind sie üblich und stellen angesichts der niedrigen Löhne und Gehälter eine wichtige zusätzliche Einnahmequelle dar. Für das Beduinenteam sollte jeder Teilnehmer unserer Reisegruppe ca. 7 Euro pro Tag einrechnen. Zusätzlich können dann noch Trinkgelder für Chauffeur oder besondere Leistungen hinzu kommen. In den tunesischen Restaurants sind 10% des Rechnungsbetrages angemessen, selbst wenn ‘taxe et service’ inbegriffen sind. Taxipreise dagegen rundet man höchstens leicht nach oben auf. Sonstige kleine Dienstleistungen und Gefälligkeiten im touristischen Sektor vergütet man je nach Art und Umfang mit einem kleineren Betrag.

Frage: Soll ich vorher schon tunesische Dinar bei meiner Bank tauschen?

  • Die Einfuhr tunesischer Währung ist verboten und außerdem nicht lohnend, da der Wechselkurs in Tunesien spürbar günstiger ist. Geld kann dann nach Ankunft vor Ort am Flughafen oder im Hotel getauscht werden. Funktionierende Geldautomaten gibt es in den größeren Städten (Touzeur, Houmt Souk auf Djerba, Douz u.a.). Für den Beginn der Reise empfiehlt es sich, einen gewissen Betrag an Bargeld aus Deutschland mitzuführen, der bereits am Abend im Hotel problemlos zum aktuellen Wechselkurs eingetauscht werden kann.

Frage: Funktioniert das Handy in Tunesien?

  • Das tunesische Mobilfunknetz ist inzwischen so gut ausgebaut, dass sich im Land fast von überall aus telefonieren lässt. In der Wüste allerdings stehen ‘Gott-sei-Dank’ noch keine Masten und so werden wir bei unserer Wanderung über weite Strecken ohne Handy auskommen müssen. Was eine vielleicht neue, jedoch wohltuende Erfahrung sein kann. Doch auch in ‘Empfangszonen’ sollte die gegenseitige Rücksicht auf andere Teilnehmer in der Gruppe so weit gehen, dass Handys - wenn überhaupt - nur sehr dezent ‘hinter der Düne’ zum Einsatz kommen.

Frage: Wie gestaltet sich die Ernährung während der Wüstenwanderung ?

  • Die Zusammenstellung der Menüs ist in der Wüste natürlich beschränkt, denn in diesem Klima lässt sich zum Beispiel kein frisches Fleisch transportieren. Während des Kameltrekkings ist das Essen einfach, schmackhaft und vegetarisch; in der Regel wird zwei mal am Tag frisches Fladenbrot gebacken; Mineralwasser  wird in Flaschen mitgeführt. Für den sonstigen Wasserbedarf führen wir gefüllte Wasserschläuche mit, die gegebenenfalls an Brunnen wieder aufgefüllt werden müssen. Da wir völlig unabhängig von Fahrzeugen als echte Karawane unterwegs sind, ohne Begleitfahrzeug, wird das ganze notwendige Gepäck auf die Reit- und zusätzlichen Transportkamele geladen. Trotzdem ist es erstaunlich, was alles möglich ist: Zum Frühstück gibt es Kaffee, grünen Tee, Brot, Konfitüre und Streichkäse. Zum Mittagessen wird eine längere Pause eingelegt, es gibt leichte Kost, z.B. einen Salat ‘Saharienne’. Dieser wird mit verschiedenem Gemüse und diversen Konserven in allen Variationen zubereitet. Am Abend bereitet unsere Mannschaft ein warmes ‘Menü’ zu; in der Regel ist dies eine reichhaltige Mahlzeit, bestehend aus Suppe, Gemüse, Kartoffeln, Reis und Couscous. Zum Dessert gibt es Früchte (Datteln) oder Kekse. Natürlich fehlt die Tee-Zeremonie  nie. Nach dem Essen sitzt man meist in gemütlicher Runde ums Feuer, erzählt sich Geschichten oder lässt die Erlebnisse des Tages einfach Revue passieren.