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Sandmeere
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‘Bahhr bela ma’, Meer ohne Wasser, so wird die Sahara von den Beduinen genannt. Die große Sandwüste im Süden Tunesiens hat tatsächlich ozeanische Dimensionen und gleicht einem Meer aus Dünen. Ihr Formenreichtum ist faszinierend und ihre schönste Gestaltung erfährt sie wohl im Wüstenmeer des ‘Grand Erg’. Wer diese SANDMEERE in ihrer stillen Schönheit erlebt hat, ist schnell mit dem ‘Wüstenvirus’ infiziert, mit dem sich schon vor über 100 Jahren Isabelle Eberhardt (1877 - 1904) anstecken ließ. Als Mann verkleidet bereist sie Ende des 19. Jahrhunderts die Sahara und gibt sich dem Zauber des Orients hin:

‘Ja, ich liebe meine Sahara. Ich liebe sie mit einer dunklen, geheimnisvollen, tiefen, unerklärlichen, aber durchaus wirklichen und unzerstörbaren Liebe.’

Als ich eines Abends am Lager sitzend von Mohamed gefragt werde, was mich in die Wüste geführt hat, ist mir sogleich Isabelle Eberhardt eingefallen. Ihre Reisebeschreibungen von den Sandmeeren der Sahara hatten mich tief angerührt und im Winter 2005 wurde aus der literarisch geweckten Sehnsucht endlich Realität. Gemeinsam mit einer kleinen privat organisierten Wüstenkarawane tauchte ich ein in die endlosen Weiten des Grand Erg. Der Wüstenvirus hatte sich in mir sofort ‘unheilbar’ festgesetzt.

Der Einladung der Beduinen folgend kehrte ich bereits sechs Wochen später allein zurück. Damals noch kein Wort arabisch oder französisch sprechend stürzte ich mich in ein Abenteuer, das sich bis heute von Reise zu Reise fortsetzt.

Mittlerweile war ich unzählige Male mit Dromedaren in der Region des Grand Erg unterwegs, habe Monji, Ahmet und Mohamed als Freunde gewonnen und bin von Amors Familie als ‘Schwester’ aufgenommen worden. Seit 2007 bin ich stolze Besitzerin eines jungen Dromedars namens Said. 2010 kam mein ‘Zweitkamel’ hinzu - ein weißes Dromedar aus Agadez namens Mabrouk.
Nun erahne ich den vielfältigen Reichtum des Beduinenlebens und den ‘unsichtbaren Schatz’ der Sahara, über den seit jeher viele Wüstenreisende geschrieben haben.

‘Sandmeere’ ist von mir als Forum gedacht, andere Menschen zu inspirieren und anzustecken mit dem ‘Wüstenvirus’ der Sahara. Und wer Lust hat, auf einer Reise einzutauchen in die Weite, Stille und den Reichtum des Wüstenlebens, der kann mich gerne kontaktieren.

Finik1
Kamelkuss

Profil

Name: Dr. phil. Ulrike Roppelt (Mabrouka)

Ausbildung: Erzieherin, Sozialpädagogin, Pädagogin

und Interkulturelle Trainerin (LIDIA)

Beruf: Stellv. Schulleitung und Dozentin an der Fachakademie für Sozialpädagogik Bamberg (Schwerpunkte: Psychologie, Pädagogik, interkulturelle Erziehung; Auslandspraktika); Lehrauftrag an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg