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Sandmeere 1
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Durch die Sandmeere der Sahara

- Kameltrekking in Tunesien -

Höhepunkte der Reise:

✤ 5 Tage Kameltrekking durch die Sahara
✤ Sanddünen, Wüstenbrunnen und Sternenhimmel
✤ Nomadenleben mit den Beduinen
✤ Sahara-Festival in der Palmenoase Douz
✤ Felsenwohnungen von Matmata
✤ Wüstenoasen Tozeur, Mides, Tamerza, Chebikha
✤ Bummeln im Töpferdorf Guelella & im Souk von Djerba
✤ Arabische Musik & Bauchtanz in maurischen Cafes

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Tag 1: Anreise - Flug nach Djerba

Flug nach Djerba. Transfer in das Hotel Dar Taoufik in Medoun (ca. 12 km). Am Abend besteht die Möglichkeit, den Tag in einem maurischen Cafe  bei orientalischer Musik ausklingen zu lassen.

Tag 2: Fahrt durch das nördliche Dahargebirge in die Wüstenoase Douz (ca. 210 km)

Am Morgen verlassen wir per Geländewagen die Insel Djerba. Die erste Fahretappe verläuft nach Djorf, wo wir mit der Fähre aufs Festland übersetzen. Anschließend folgen wir den Serpentinen hinauf ins Dahar-Gebirge. Wir fahren durch Matmata, das für seine traditionellen, heute noch bewohnten Höhenwohnungen berühmt ist. Hier legen wir einen kurzen Halt ein, um eines dieser Häuser zu besichtigen. Ein ganz eigener Wohnstil hat sich durch die spezielle Landschaft entwickelt und bis heute erhalten. Beim Besuch einer typischen Höhlenwohnung gewinnen wir einen kurzen Einblick in das frühere Alltagsleben der hier lebenden Matmati-Berber. Die Umgebung von Matmata wurde durch den Film ‘Krieg der Sterne’ bekannt, da viele Filmaufnahmen in diesem Gelände gedreht wurden. Gegen Mittag erreichen wir die große Oasenstadt Douz (100 000 Dattelpalmen) und checken zunächst in unserem Hotel ein. In Douz werden wir nach dem Mittagessen das erste Mal den Flair von 1001 Nacht erleben, wenn wir das Saharafestival besuchen. Douz, das ‘Tor zur Sahara’, befindet sich östlich des Chott El Djerid und. Es hat 18.000 Einwohner und liegt zwischen der satten, grünen Oase und dem gewaltigen Sandmeer. In den großen Palmengärten gedeiht die berühmte Dattelsorte Deglet Nour. Hier findet alljährlich im Dezember das ‘Festival international du Sahara’, das größte Festival Südtunesiens, statt.

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Während der Festtage verwandelt sich Douz für einige Tage in den farbenprächtigen Mittelpunkt Südtunesiens. Der Ursprung des Festivals geht auf ein regelmäßiges Treffen von Berbern zurück, die sich im Dromedarrennen messen wollten. Diese Disziplin ist weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Festtage. Mittlerweile haben sich die Festivitäten auf den ganzen Ort ausgeweitet und man kann zusammen mit den vielen angereisten Tunesiern das bunte Treiben, die Folklore, die Märkte, Paraden und Wettkämpfe anschauen. Je nach Ankunftszeit besteht die Möglichkeit für einen Rundgang durch den Basar mit ersten Eindrücken vom Treiben in der Oasenstadt.

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Tag 3: Douz Festival & Sabria Wüstencamp (ca. 40 km)

Der Vormittag ist für das Festival reserviert. Neben den Darbietungen am Festivalplatz am Rande der Wüste finden in diesen Tagen auch an anderen Plätzen im Ort kleinere Aufführungen und Musikdarbietungen statt. Wir haben Glück, dass der Termin für das diesjährige Festival genau in unsere Reisezeit fällt. Auch sollten wir die Gelegenheit nutzen um uns einen Chèche (großes langes Baumwolltuch zum Schutz gegen Sonne, Wind und Sand) zu kaufen, bevor wir auf der Sandpiste Richtung Süden weiter reisen. Nach einem Mittagessen in Douz brechen wir mit dem Geländewagen Richtung Süden auf und fahren die letzten Kilometer ‘off-road’ in das Dünenmeer des orientalischen Erg. Zielort ist das Wüstencamp Sabria, in das wir auf einer Wüstenpiste gebracht werden. Nach dem bunten Treiben der Oasenstadt Douz haben wir die nächsten Tage die Gelegenheit, die Ruhe und Weite der Sandwüste zu erfahren. Das Camp in den Ausläufern des östlichen großen Erg ist Ausgangspunkt unserer Karawane am nächsten Tag. Dort verbringen wir die erste Nacht in der Wüste inmitten von Dünen - jedoch noch mit etwas Komfort. Wir genießen unser erstes Abendessen am Lagerfeuer und übernachten in recht gut ausgestatteten Nomadenzelten. Die nächsten 5 Tage sind wir mit unserer Karawane in gemächlichem Tempo in der Sahara unterwegs.

Tag 4: Kameltrekking (ca. 5 Stunden)

Nach dem gemeinsamen Frühstück  warten schon die Beduinen mit den Dromedaren, um uns hinein in die Dünenwelt zu bringen. Die Tiere werden beladen und unsere kleine Karawane begibt sich hinein in die Ruhe der Sahara. Auf unserem Weg wechseln sich hohe Sanddünen mit weiten Ebenen mit spärlicher Vegetation (Tamaresken) ab. Das Leben in den nächsten Tagen ist einfach und auf die wichtigsten Utensilien und Handlungen beschränkt. Dies ermöglicht die Erfahrung, wie auch mit geringem Komfort eine hohe Lebensqualität erreicht werden kann, wenn wir uns nur auf die archaische Lebensweise der Nomaden einlassen und unsere gewohnten Ansprüche fallen lassen.
Und nicht zu vergessen: Für jede/n TeilnehmerIn steht ein ‘persönliches’ Dromedar zur Verfügung. In den nächsten Tagen wird uns das Wesen der Tiere noch faszinieren. Es kann jederzeit gewählt werden, ob man reiten oder zu Fuß gehen möchte. So werden mal die Kamele hinter uns her gehen, mal werden wir auf ihren Rücken thronen und auf dem so genannten ‘Wüstenschiff’ über die Dünen ziehen. Auf Lastkamelen wird unser persönliches Gepäck, Beduinenzelt, Campingmatratzen, Decken, Küchenmaterial und Vorräte sowie große Wassersäcke mitgeführt. Unterwegs sind wir jeweils vormittags eine Etappe von ca. 3 Stunden, werden dann eine ausgiebige Mittagspause genießen und ziehen nachmittags nochmal ca. 2-3 Stunden weiter durch die Wüste. Immer wieder gibt es zwischendurch kleinere Pausen zum Rasten, Erfrischen und Fotografieren. Die Nachtlager der kommenden Tage werden an besonders geeigneten Orten aufgeschlagen, die sich auch für persönliche Erkundungen der Umgebung eignen. Das große Nomadenzelt wird jede Nacht wieder neu zum Schlafen aufgestellt. Wer mag, kann sein Nachtlager aber auch einfach auf den feinen Sanddünen aufschlagen und den funkelnden Sternenhimmel genießen. Unsere Begleiter beladen täglich die Tiere, helfen auch beim Auf- und Absteigen und sorgen für unser leibliches Wohl. Es sind allesamt Beduinen aus Sabria, die mit der Wüste und ihren Lebensbedingungen bestens vertraut sind. Es sind Nomaden - Menschen, die ihr Leben schon immer in der Wüste verbracht haben und uns an ihrer Welt teilhaben lassen werden. Sie bauen das Camp auf und ab, sammeln Feuerholz, beladen die Kamele und bereiten unsere Mahlzeiten zu. Eine Mithilfe unsererseits ist nicht erforderlich, aber willkommen. Nach Einbruch der Dunkelheit können wir am Lagerfeuer zusammen sitzen, der ungewohnten Stille lauschen, Geschichten erzählen  oder Kontakte zu den Nomaden knüpfen. Diese finden trotz der Arbeit mit den Kamelen, dem täglichen Backen des Brotes immer wieder Zeit für ein Gespräch, für kleine Späße oder zum abendlichen Singen und Musizieren am Lagerfeuer.

Tag 5: Kameltrekking (ca. 5 Stunden)

Nach dem gemeinsamen Frühstück, das in der Regel aus warmem, im Sand gebackenen Fladenbrot, Streichkäse, Konfitüre, Kekse und Kaffee oder grünen Tee besteht, wird das Gepäck auf die Rücken der Dromedare geladen. Nach dem allgemeinen Aufbruch führt uns die Reise über kleinere und größere Dünenberge und -täler immer weiter in die Sahara hinein. Weitab von Ortschaften, Straßen oder Fahrzeugen bewegen wir uns durch die östlichen Ausläufer des Grand Erg Oriental und erfahren dabei einiges über das Leben in dieser Wüste. Beeindruckend sind in jedem Fall die Weite und Stille, aber auch die unterschiedlichen Lichtstimmungen und Naturschauspiele im Laufe des Tages.

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Tag 6: Kameltrekking (ca. 5 Stunden)

Tag 7: Kameltrekking (ca. 5 Stunden)

Tag 8: Kameltrekking (ca. 2-3 Stunden); Sabria - Chott el Djerid - Wüstenoase Tozeur (ca. 135 km)

Nach einer letzten Nacht unter dem Sternenzelt der Sahara und einer kurzen Wander- bzw. Reitetappe müssen wir uns gegen 14 Uhr von der Wüste, unserer Karawane, den Dromedaren und Beduinen, verabschieden. Per Geländewagen geht es nun zunächst über eine Wüstenpiste raus aus der Wüste und zurück in die Zivilisation. Wir durchqueren das größte Salzseengebiet der Sahara (Chott El Djerid) und fahren weiter über Pisten und Steppen zur Oasenstadt Tozeur.  Dort werden wir uns für die nächsten zwei Nächte in einem 3-Sterne-Hotel einquartieren. Abends besteht die Möglichkeit, bummeln zu gehen und das Städtchen näher zu erkunden.

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Tag 9: Besuch der Wüstenoasen Chebikha, Tamerza, Mides

Um 8 Uhr steht bereits unser Geländewagen abfahrtbereit. Er wird uns in einer Rundtour zu drei der umliegenden Bergoasen bringen. Die idyllische Oase Chebikha, Tamerza und Mides sind - anders als Tozeur oder Douz - klein und nur noch zum Teil bewohnt. Sie bestechen vor allem  durch ihre Lage und Historie. Gegen Mittag werden wir wieder nach Tozeur zurückkehren und im  Souk gemeinsam essen gehen. Anschließend kann jeder seinen Vorstellungen nach gehen,  beispielsweise bummeln und Shoppen gehen oder von Cafes zu Cafe ziehen oder ...?

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Tag 10: Tozeur - Djerba (ca. 340 km); Töpferdorf Guelella

Am Morgen brechen wir auf um über Douz wieder nach Djerba zurück zu fahren. Je nach Zeitplan können wir das Mittagessen in Matmata in einem typischen ‘Höhlenrestaurant’ einnehmen. Auf dem Rückweg können wir bei Bedarf einen Einkaufsstop im Töpferdorf Guelella auf der Insel Djerba machen. Couscous-Schalen, bemalte Kacheln, Trommeln und vieles mehr können dort recht günstig erstanden werden. Am Nachmittag kommen wir wieder in unserem Hotel in Midoun an. Bei Interesse können wir den letzten Abend in das Nachtleben von Djerba eintauchen und uns den Abschied von diesem Land und seinen Leuten mit arabischer Musik & Tanz versüßen.

Tag 11: Souk von Djerba und Rückflug

Nach dem Frühstück bleibt uns noch Zeit, um den Souk von Djerba zu erkunden, letzte Einkäufe zu erledigen oder einfach einen Strandspaziergang zu machen. Nach dem Mittagessen werden wir zum Flughafen gebracht.

Reiseablauf

Wüstenreisen entstehen nicht am Schreibtisch, sondern draußen in der Natur und im Zusammenspiel mit den Dromedaren, Nomaden und Wetterbedingungen. Bedingt durch ungünstige Witterungsverhältnisse (z.B. Regen oder Sandsturm), Flugverzögerungen, organisatorische Schwierigkeiten, nicht vorhersehbare Ereignisse oder sonstige Faktoren kann es bei jeder Reise zu Programmumstellungen bzw. Programmänderungen kommen. Der Ablauf ist von daher nie hundertprozentig  planbar, weil bei jeder Reise sich ändernde Gegebenheiten berücksichtigt werden müssen. Deshalb findet ihr für die Strecken der Trekking-Tour kein exaktes Tag-zu-Tag-Programm. In Absprache mit unserem Begleit-Team werden wir jedoch bemüht sein, auf den einzelnen Etappen genug Zeit für individuelle Wünsche einzuplanen (Fotographieren, Wandern, Schlafen). Priorität bei der Berücksichtigung von spezifischen Vorstellungen ist jedoch immer, unseren Übernachtungsplatz stets ca. 1 Stunde vor Einbruch der Dunkelheit erreicht zu haben. Im Normalfall bleibt uns zwischen Ankunft im Nachtlager und Abendessen jedoch immer genügend Zeit, um eigene Entdeckungen zu machen. und selbstverständlich ist es das Ziel von Mohamed, seinem Beduinenteam und mir, sämtliche Programmpunkte zu verwirklichen.