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Weihnacht i. Orient
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Weihnachten im Morgenland

Legende vom ersten Weihnachtsgebäck

Als die Hirten auf dem Felde den Stern der Weihnacht sahen, machten sie sich eilends auf nach Bethlehem. Vor freudiger Erregung vergassen sie, dass sie Brot im Backofen hatten.  Daran erinnerten sie sich erst auf dem Rückwege, und sie rechneten damit, den Teig völlig verbrannt vorzufinden.  Als sie aber den Backofen öffneten, da strömte ihnen ein wunderbarer Geruch entgegen. Vorsichtig kosteten sie den völlig schwarz gewordenen Teig, und statt des verkohlten Brotes hielten sie ein nie geschmecktes dunkles Gebäck in den Händen.  Davon gaben sie allen Verwandten und Freunden eine Kostprobe; weil dies aber gar viele Menschen waren, brachen die Hirten das Gebäck in viele kleine Stückchen.  Zur Erinnerung an dieses Wunder begannen sie dann, alljährlich zur Christnacht kleine würzige Honigkuchen zu backen, äusserlich dunkel und unansehnlich wie das Geschehen im Stall, aber voll nie geahnter Süsse.‘

Weinbeer, Mandel, Sultaninen, Süsse Feigen und Rosinen,
welsche Nüsse, fein geschnitten, Zitronat auch, muss ich bitten,
Birnenschnitzel doch zumeist und dazu den Kirschengeist,
wohl geknetet mit der Hand alles kräftig durcheinand.
Und darüber Teig gewoben - Heissa!  - Das muss ich mir loben,
Solch ein Brot kann's nur im Leben jedesmal zur Weihnacht geben.

Pfefferkuchen

Der Name Pfefferkuchen entstammt dem Hochmittelalter. Damals begann der Gewürzhandel mit dem Morgenland. Von diesen Gewürzen war der Pfeffer besonders begehrt, und weithin wurden alle morgenländischen Gewürze als Pfeffer bezeichnet.  Man nannte ja damals auch die Kaufleute spottweise ‘Pfeffersäcke‘.  Die aus dem Morgenland damals recht mühselig herangeschafften Gewürze waren sehr teuer, und die meisten konnten sie nur zu besonderen Festtagen kaufen und verwenden. In der Weihnachtszeit wurde aber damit nicht gespart.  Dann ass man eben ‘Pfefferkuchen‘.

 

Der Stern

Hätt einer auch fast mehr Verstand
als wie die drei Weisen aus Morgenland
und liesse sich dünken, er wär wohl nie
dem Sternlein nachgereist wie sie;
dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest
seine Lichtlein wonniglich scheinen lässt,
fällt auch auf sein verständig Gesicht,
er mag es merken oder nicht,
ein freundlicher Strahl
Des Wundersternes von dazumal.
(Wilhelm Busch)Brennt, ihr Kometen
Schallt, ihr Trompeten
Tönet, ihr Flöten
Dampfet, Pasteten
Steiget, Raqueten
Schnarrt, Bratenwender
Weht, goldne Bänder,
Vom hohen Geländer
Jauchzt, Völker und Länder,
Fertig ist, fertig ist, fertig ist der Kalender
(Echo)
Kalender  Kalender  Kalender
(Georg Christoph Lichtenberg)